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Wettbewerb zur bienenfreundlichsten Naturpark-Gemeinde in der Naturparkregion Sternberger Seenland & Nossentiner/Schwinzer Heide

17.02.2020

Bienen, hummeln, Schmetterlinge und Co. sind unzersetzlich. Als Blütenbestäuber sorgen sie für die Vielfalt von Pflanzen und Tieren. Doch wo finden diese insekten heute noch ihre Nahrung? Auf Feldern und Wiesen, öffentlichen Flächen und in Gärten blüht es immer weniger. Wir ändern das! Helfen Sie mit und lassen sich mit einem Sachpreis belohnen!

Wir vom Förderverein Naturpark Sternberger Seenland, Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide und Landschaftspflegeverband Sternberger Endmoränengebiet e.V. rufen einen Wettbewerb zur bienenfreundlichsten Gemeinde in dieser Region aus. Wir wollen dem Insektensterben entgegenwirken und gemeinsam dafür sorgen, dass bedrohten Nützlingen ein Stück Lebensraum zurückgegeben wird. Kleine und große Flächen sollen lebenswert für Menschen, Bienen und andere Bestäuberinsekten gestaltet und gepflegt werden. Finden wir Wege zur summenden Vielfalt – bringen Sie Ihre Gemeinde zum Blühen

Die Auswertung findet nach folgenden Kriterien statt:

Öffentliches Grün:

  • Werden Gemeindeflächen wie z.B. Verkehrsinseln, Straßenränder, Baumscheiben oder Streuobstwiesen bienen- und insektenfreundlich gestaltet?
  • Sichern Grünflächenpläne und Pflegepläne die Nahrungsgrundlage von Bestäuberinsekten?
  • Findet ein insektenfreundliches Mähmanagement der Flächen statt?
  • Bleiben strukturreiche Hecken und Althölzer erhalten?
  • Verzichten die Gemeinden weitestgehend auf die Nutzung von Unkrautvernichtungsmittel bzw. Pflanzenschutzmitteln?

Privates Grün:

  • Sind private Gärten strukturreich, beispielsweise mit Obstgehölzen und mit insektenfreundlichen Blumen und Stauden angelegt?
  • Auch die richtige Balkonbepflanzung kann etwas bewirken! Sind diese mit Kräutern und bienenfreundlichen Blumen ausgestattet?
  • Machen Privatpersonen bei öffentlichen Gartenaktionen mit (z.B. „Natur im Garten“)?

Landwirtschaft:

  • Sind Trachtpflanzen in die Fruchtfolge eingebaut und werden blühende Untersaaten eingebracht?
  • Finden Insekten Trachtinseln wie Hecken, ungenutzte Böschungen, Ackerränder, Blühflächen oder ähnliche Strukturen vor?
  • Wird bei Stilllegungsflächen auf einen späten Mulch-Zeitpunkt und eine geeignete Technik geachtet?
  • Sind in der Gemeinde spät zu mähende Grünlandflächen (AUM) vorhanden?
  • Arbeiten Landwirte und Imker in der Gemeinde zusammen?

Zusatzmaßnahmen:
Mit weiteren Maßnahmen können Gemeinden zusätzlich Punkte sammeln. Etwa wenn sie Insektenhotels betreiben, Veranstaltungen zum Thema Bestäuberinsekten durchführen oder Pflanzaktionen initiieren. Gemeinden punkten auch, wenn sie in den eigenen Einrichtungen heimischem Honig und Produkte von bienenfreundlich wirtschaftenden Landwirten verwenden - zum Beispiel in Kindergärten, Schulen und Seniorenheimen.

Gemeinden, die sich am Wettbewerb beteiligen möchten, bekunden ihr Teilnahme-Interesse ab sofort und bis zum 31. Mai 2020 beim Landschaftspflegeverband Sternberger Endmoränengebiet e.V. Bitte schicken Sie uns eine Beschreibung ihrer bisher umgesetzten und noch geplanten Maßnahmen innerhalb der Gemeinde mit. Im Spätsommer wird eine Jury die Gemeinden besuchen, die in die engere Auswahl gekommen sind. Der Gewinner des Wettbewerbs wird im November 2020 bekannt gegeben.

Kontakt Förderverein NP SSL: 038482 2352712 | sternberger.seenland.verein_at_aol.com

Kontakt NP NSH: 03873 873900 | ralf.koch_at_lung.mv-regierung.de

Kontakt LSE e.V.: 03847 43500 | lse.stb_at_t-online.de